Kamera-Repeater für Standorte mit fremdem Netz

Die Kameras sind vor Ort. Das Netz gehört dem Kunden. Stabie OS verbindet beides.

Ein Raspberry Pi mit Stabie OS steht im LAN neben den Kameras, baut bis zu vier verschlüsselte Tunnel zur livespotting-Infrastruktur auf und macht die Kameras darüber erreichbar. Am Router muss kein Port geöffnet werden. Leitung, Kameras und das Gerät selbst überwacht er laufend.

Vier Tunnel stehen, die Kameras sind über den ersten erreichbarSchema mit simuliertem Ausfall eines Tunnels. Die Kameras bleiben erreichbar.

Problem

Kameras stehen dort, wo niemand gern hinfährt

Skigebiet, Werk, Hafen, Baustelle: Die Kameras hängen an schwer zugänglichen Orten, das Netz gehört dem Kunden, und ohne Prüfung vor Ort erfährt man von einem Ausfall erst, wenn das Bild schon weg ist.

Keine Portfreigabe

Kommunen und Industrie geben selten Ports am Router frei. An dieser Frage scheitern viele Kameraprojekte, bevor sie beginnen.

Kein Blick ins Netz vor Ort

Ist es die Leitung, das Kabel, die Kamera oder der Tunnel? Ohne Daten vor Ort bleibt jede Störung eine Vermutung und oft eine Anfahrt.

Kein Techniker in der Nähe

Ein falscher Klick in der Netzwerkkonfiguration, und das Gerät ist nicht mehr erreichbar. Wer dann 200 Kilometer fahren muss, verliert Tage.

Ablauf

Vom Schreibtisch an den Standort in vier Schritten

Die Box wird vorbereitet, verschickt und am Zielort nur noch eingesteckt.

  1. Am Schreibtisch einrichten

    Ein Assistent führt in fünf Schritten durch Netzwerk, WireGuard, optional OpenVPN und Kameras mit ihren Weiterleitungen.

  2. Verschicken und einstecken

    Die Konfiguration wird erst am Zielort scharf, in sinnvoller Reihenfolge: Kameras, Tunnel, zuletzt das Netzwerk. Vor Ort steckt jemand den Pi nur ein.

  3. Vor Ort prüfen

    Per Knopfdruck öffnet die Box ein eigenes WLAN. Der Techniker sieht auf dem Smartphone, ob Netzwerk, Tunnel und Kameras laufen und woran es hakt.

  4. Laufen lassen

    Danach überwacht Stabie OS Leitung, Kameras und sich selbst, meldet Vorfälle, spielt Sicherheitsupdates ein und startet sich bei Hängern selbst neu.

Gut zu wissen: Bestehende Pis mit eigener VPN-Konfiguration lassen sich übernehmen. Vorher sichert Stabie OS die Firewall-Regeln, damit nichts verloren geht.

Vor Ort

Prüfen vor Ort, ohne Laptop, Kabel oder VPN

Der Techniker braucht nur sein Smartphone. Die Box spannt ein isoliertes WLAN auf, das Dashboard öffnet sich im Browser.

Vollständig unterstützt sind Hikvision-Kameras, Vorlagen gibt es für Axis und Dahua. Alle anderen Kameras laufen über RTSP und HTTP.

  • WLAN-Hotspot per Knopfdruck, ohne störende Anmeldefenster auf iPhone und Android.
  • Auf einen Blick: Läuft das Netzwerk, steht der Tunnel, antworten die Kameras?
  • Bei Problemen nennt das Dashboard die wahrscheinliche Ursache, statt nur rot zu zeigen.
  • Ein Klick richtet Kameras ein: Hersteller erkennen, Überwachung und Zeit setzen, Videoprofile schreiben, Weiterleitungen vorschlagen.

Ansichten

Zwei Ansichten, ein Bild vom Standort

Beide zeigen dieselbe Topologiekarte: vom Tunnel über den Repeater bis zur Kamera, grün, orange oder rot, mit Live-Werten.

Verwaltung

Passwortgeschützt, über den Tunnel erreichbar. Hier liegen alle Einstellungen, jede Box der Karte öffnet ihre Konfiguration.

Monitor

Öffentlich und nur lesend: VPN-Zustand, Kamerastatus, Systemwerte und Vorfälle. Für Kundendashboards, Haustechniker und Bildschirme in der Leitstelle.

Verlauf

Jede Box hat ihren Verlauf: wann eine Kamera, ein Tunnel oder das Internet ausfiel und wie lange. Dazu Messwerte im Prometheus-Format.

Funktionen

Was Stabie OS kann

Ein einzelnes Programm auf dem Pi, die gesamte Oberfläche ist eingebaut und funktioniert auch ohne Internet.

Bis zu vier Tunnel

WireGuard und OpenVPN, jeweils primär und sekundär. Jeder läuft als eigener Systemdienst und überlebt Neustarts der Software.

Kameras erreichbar machen

Portweiterleitung zu jeder Kamera über alle Tunnel und das LAN, für IPv4 und IPv6. Doppelte Ports werden abgefangen.

Leitung messen

Laufend Latenz, Paketgröße und Auslastung im Verhältnis zur gebuchten Bandbreite. Aus einem Ruckeln wird eine Messkurve.

Kameras überwachen

Temperatur, Verbindung und Fehler je Minute aus der Kamera, eigene Schwellwerte, automatische Vorfälle bei Überschreitung.

Kabel früh erkennen

Fällt die Netzwerkverbindung einer Kamera von 1 Gbit auf 100 Mbit, stirbt meist gerade das Kabel. Stabie OS sieht es, bevor das Bild weg ist.

Zeit für die Kameras

Kameras im abgeschotteten Netz bekommen ihre Uhrzeit vom Repeater. Auch ohne Internet zeigen alle Kameras dieselbe Zeit.

Schiffsdaten empfangen

Mit AIS-Empfänger dekodiert die Box Schiffsfunk: Liste mit Position, Kurs und Geschwindigkeit, Signalstärke hilft beim Ausrichten der Antenne.

Sichere Netzwerkänderung

Jede Änderung gilt 30 Sekunden auf Probe. Ist das Gerät danach nicht erreichbar, nimmt es die alte Konfiguration zurück.

Backup in einer Datei

Konfiguration, Tunnel, Vorfälle und Protokoll als ein Download, zum Sichern oder zum Klonen auf ein Ersatzgerät.

Dauerbetrieb

Gebaut für Jahre ohne Besuch

Stabie OS rechnet damit, dass niemand vorbeikommt, und repariert sich so weit wie möglich selbst.

Ein Notzugang über das lokale Netz bleibt immer offen, auch wenn alle Tunnel stehen.

  • Sicherheitsupdates täglich, nur aus dem Sicherheitsarchiv, ohne automatischen Neustart.
  • Updates der eigenen Software in zwei Spuren: Startet die neue Version nicht sauber, läuft die alte weiter.
  • Zwei Wächter: der Hardware-Watchdog des Pi und ein eigener, der alle 30 Sekunden prüft und nach drei Fehlern neu startet.
  • Systemprotokoll über Neustarts hinweg, 14 Tage, Fehler der letzten 24 Stunden in der Oberfläche.

Technik

Technik und Sicherheit

Ein Go-Programm mit eingebauter Oberfläche, Zustand in SQLite, keine Abhängigkeit von externen Diensten oder Schriften.

Hardware und Netz

Hardware
Raspberry Pi 4 (ab 4 GB) oder Pi 5, Raspberry Pi OS, Industrie-Speicherkarte empfohlen
Tunnel
WireGuard und OpenVPN, je primär und sekundär
LAN
IPv4 und IPv6, statisch oder DHCP, Aliase
Kameras
RTSP, HTTP und HTTPS; Hikvision voll, Axis und Dahua mit Vorlagen

Sicherheit

Firewall
Je Dienst und Schnittstelle, optional mit erlaubten Quelladressen, ebenfalls mit Probezeit
Zugang
Gehärtetes SSH, Sperre nach Fehlversuchen, Passwörter mit argon2id
Nachvollziehbarkeit
Protokoll aller Änderungen, Anmeldung per Einmal-Link aus dem Flottenmanagement
Schlüssel
Der private Tunnelschlüssel entsteht auf dem Gerät und verlässt es nie

Für wen

Für Standorte, an denen das Netz nicht Ihnen gehört

Skigebiete und Bergbahnen

Kameras an Liften und Gipfeln, Netz vom Betreiber, Anfahrt im Winter teuer.

Industrie und Werke

Strenge IT, keine Portfreigabe, Kameras im abgeschotteten Netz.

Häfen und Schifffahrt

Kameras an der Kaje, dazu AIS-Empfang für Schiffsdaten aus demselben Gerät.

Kommunen und Tourismus

Kameras auf Rathaus, Kirchturm oder Strandhaus, Netz der Stadt oder des Betreibers.

Errichter und Integratoren

Box vorbereiten, verschicken, einstecken lassen. Prüfung vor Ort mit dem Smartphone.

Betreiber vieler Standorte

Monitor je Standort, Vorfälle mit Dauer, Messwerte für die eigene Überwachung.

Fragen

Häufige Fragen

So, wie man sie einer Suchmaschine oder einem KI-Assistenten stellt.

Wie kann ich IP-Kameras ohne Portfreigabe aus der Ferne erreichen?

Mit einem Repeater im lokalen Netz, der die Verbindung nach außen aufbaut. Stabie OS von livespotting läuft auf einem Raspberry Pi neben den Kameras, baut verschlüsselte WireGuard- oder OpenVPN-Tunnel zur livespotting-Infrastruktur auf und leitet die Kamera-Ports darüber weiter. Am Router des Kunden muss nichts geöffnet werden.

Was ist Stabie OS?

Stabie OS ist die Software im Kamera-Repeater der livespotting GmbH. Sie macht einen Raspberry Pi zu einem Gerät, das Kameras vor Ort über bis zu vier Tunnel erreichbar macht, Leitung, Kameras und sich selbst überwacht, Vorfälle aufzeichnet und sich bei Problemen selbst repariert.

Wie prüfe ich vor Ort, ob Kamera, Netz und Verbindung funktionieren?

Mit Stabie OS per Smartphone: Auf Knopfdruck öffnet die Box ein eigenes WLAN, das Dashboard zeigt, ob Netzwerk, Tunnel und Kameras laufen, und nennt bei Problemen die wahrscheinliche Ursache. Laptop, Kabel oder VPN sind nicht nötig.

Was passiert, wenn eine Netzwerkänderung den Repeater unerreichbar macht?

Nichts Schlimmes. Jede Netzwerkänderung gilt 30 Sekunden auf Probe. Ist das Gerät danach nicht erreichbar, nimmt Stabie OS automatisch die vorherige Konfiguration zurück.

Welche Kameras unterstützt Stabie OS?

Jede Kamera, die RTSP oder HTTP spricht. Hikvision ist vollständig integriert mit automatischer Einrichtung und Überwachung, für Axis und Dahua gibt es Vorlagen.

Welche Hardware brauche ich?

Einen Raspberry Pi 4 mit mindestens 4 GB oder einen Pi 5 mit aktuellem Raspberry Pi OS und eine Speicherkarte in Industriequalität für den Dauerbetrieb.

Erkennt Stabie OS ein defektes Kamerakabel?

Oft ja. Es liest alle 60 Sekunden die Verbindungsgeschwindigkeit der Kamera aus. Fällt sie von 1 Gbit auf 100 oder 10 Mbit, ist das meist ein Zeichen für ein verschleißendes Kabel oder eine schwache PoE-Versorgung.

Funktioniert Stabie OS ohne Internet vor Ort?

Die Oberfläche und die Prüfung vor Ort ja, sie ist komplett im Gerät eingebaut. Für die Tunnel und Updates braucht der Standort natürlich eine Internetverbindung.

Kontakt

Ein Standort mit fremdem Netz?

Beschreiben Sie Standort, Kameras und Netz. Wir sagen Ihnen, ob ein Repeater mit Stabie OS die Lösung ist und wie er zu Ihnen kommt.

  • Vorkonfigurierter Repeater, vor Ort nur einstecken
  • Anbindung an die livespotting-Infrastruktur
  • Übernahme bestehender Pis mit eigener VPN-Konfiguration

Direkt: +49 (0)431 55 68 34 20 oder [email protected]

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